Was heißt Digitalisierung?

Was heißt Digitalisierung?

Ich habe die Ehre mit Ingrid Brodnig ‚live (Facebook)‘ über Digitalisierung zu sprechen.

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 Ich sitze mit einer Journalistin und Autorin – und sie wird sich selbst vorstellen.

Hallo, mein Name ist Ingrid Brodnig, ich bin Journalistin und Buchautorin und ich bin spezialisiert auf die gesellschaftlichen Auswirkungen des Internets. Also die Frage „Wie verändert die Digitalisierung unser Leben?“ -natürlich auch das Geschäftsleben- und ich habe in den letzten Jahren mehrere Bücher verfasst: „Hass im Netz“ & „Lügen im Netz“ -da geht’s um Hass-Kommentare, um Mobbing und auch um Falschmeldungen im Internet.

Meine erste Frage: Was wäre, wenn es kein Internet gäbe? Wenn es kein Netz gäbe? Wo wären wir jetzt?

Also, ich muss sagen, ich kann mir eine Welt ohne Internet gar nicht mehr so richtig vorstellen. Ich habe als Jugendliche das erste Mal das Web, in der Schule noch, benutzt. Ich weiß nicht, mit vierzehn schätze ich mal. Und ich glaub wir würden -also alles, jeden Raum, den wir betreten, zum Beispiel dieses Kaffeehaus, würde anders aussehen. Weil zum Beispiel Kaffeehäuser, Restaurants ihre Buchung mittlerweile vielfach über das Internet machen. Nicht alle, aber viele. Ich glaub, es wäre eine Spur langsamer. Es wäre manchmal vielleicht eine Spur ruhiger. Ich glaube, wir wären manchmal weniger zerstreut oder so von Informationen überladen, aber auch, manche Informationen hätten wir nicht. Also insgesamt wären wir informationsärmer, ich gebe nur ein Beispiel: Ich lese sehr gern die New York Times, ich habe auch ein digitales Abo und das ist etwas -ohne Internet könnte ich das nicht so leicht. Also insgesamt glaub ich, wir würden natürlich auch riesig viel verlieren ohne dem Ganzen.

Wir wohnen in zwei unterschiedlichen Filterblasen. Was ist Ihre Filterblase?

Ich bin Journalistin und ich muss sagen, meine Filterblase besteht großteils auch aus anderen Journalisten. Das heißt es wird sehr viel einfach über Texte geredet oder über Dinge, die jemand gerade geschrieben oder recherchiert hat. Und dann habe ich auch noch -ich nenne es „eX“- also viele meiner Freunde sind IT’ler oder sehr technikinteressiert. Das heißt, da habe ich wahnsinnig viel und ich merk dann, dass ich zum Beispiel eine Filterblase habe, einerseits natürlich -ist immer die Frage politisch, was nimmt man politisch nicht wahr? Ich bin auch -weil ich dazu recherchiere- in sehr harten, ausländerfeindlichen Gruppen zum Teil. Das krieg ich darüber auch noch mit. Aber was ich nicht mitkriege, ist zum Beispiel -ganz interessant- „Celebrity News“. Also wenn Leute über Kim Kardashian oder was weiß ich erzählen, dann kann ich überhaupt nicht mitreden, weil ich so fern von dem Ganzen bin, das heißt, ich habe mir so eine Filterblase ohne dem gebaut, dass ich manchmal denk, das ist jetzt schon wieder ein Fehler. Also ich versuch dann manchmal sogar irgendwelche Accounts zu abonnieren, die so breit und mainstreamig sind, dass ich das noch irgendwie mitbekomme. Aber natürlich, ich glaub, diese Blasen in denen wir uns befinden, da ist immer die Frage, in wie weit verstärkt das die Technik -das wissen wir noch nicht so richtig- aber eines ist sicher: Der Faktor Mensch ist groß. Das heißt, wir abonnieren tendenziell Seiten, die uns taugen, die uns gefallen. Und tendenziell blenden wir lieber das eine Spur weit aus, was uns nicht gefällt. Ich glaube das geht nicht immer, oder manchmal sehen wir sehr viel, das uns nicht gefällt, aber die Gefahr ist schon, dass man dann ein paar blinde Flecken hat, gerade im Netz.

Okay, das Netz ist ein gutes Stichwort. Wo waren Sie heute schon unterwegs?

Ich habe heute in der Früh -ehrlich gesagt, in der Früh schaue ich mir immer zwei Sachen als erstes an. Zuerst mein E-Mail-Postfach. Dann -in meinem E-Mail-Postfach habe ich sehr viele Newsletter. Das heißt, da war ich dann zuerst auf der Webseite der „Washington Post“, die einen Artikel über Google geschrieben hat. Und dann ist mein zweiter Weg immer zu Twitter und da schaue ich was sich so getan hat. Und da ist die Gefahr, dass ich so ein bisschen „versande“. Also im Sinne von, dass ich sehr lange dort abhänge. Und das war’s im Grunde schon. Ich versuche auch mein zielloses Herumsurfen einzugrenzen. Zum Beispiel: Ich prokrastiniere manchmal viel zu viel, das heißt es ist eine halbe Stunde vergangen und ich weiß gar nicht auf welchen Seiten ich gerade war. Wenn ich arbeite, habe ich so eine App, beziehungsweise eine Erweiterung für den Browser, wo ich ausschalte, ich darf nicht auf Facebook und auch nicht auf Twitter gehen. Und da sanktioniere ich mich quasi selbst, oder schneide ich mich selbst ein und dann schaue ich, dass ich es sehr begrenze und dass ich wirklich arbeite in dieser Zeit.

Die Menschen sind bestätigungssüchtig. Sind Sie auch so ein Mensch? Was kann man dagegen machen?

Ich glaube -also, ja ich bin auch ein solcher Mensch- jeder kennt das, man macht zum Beispiel irgendein Video oder man lädt ein Bild oder irgendeine Geschichte hoch und denkt sich, hoffentlich wird das wahrgenommen. Und wenn’s dann nicht so schön wahrgenommen wird, wie man das gedacht hat, dann ist man irgendwie enttäuscht. Also, diese Bestätigungssucht, glaub ich, kennt jeder der online kommuniziert, zumindest würde ich’s für mich auch so sehen. Gleichzeitig versuche ich, mich davon abzuhalten, mich ein bisschen quasi irre machen zu lassen davon. Zum Beispiel: Ich mach’s mittlerweile so, wenn ich etwas teile -auch etwas, das mir wichtig ist- bin ich danach auch oft ganz absichtlich eine Zeit lang nicht online, weil ich sonst dauernd schau, wie geht denn die Geschichte/wie wird das wahrgenommen?

Also das heißt, ich sanktioniere oder ich halte mich da selbst zurück, um nicht zu neugierig zu sein, um nicht dauernd nachzuschauen was jetzt los ist. Und ich versuche mir oft auch vor Augen zu führen, dass diese Zahlen im Netz nicht die ganze Realität sind. Also natürlich ist es gut, wenn man sichtbar ist und wenn man eine schöne Reichweite hat im Netz, aber wir überinterpretieren solche Zahlen häufig. Ich gebe nur ein Beispiel: Ich habe heuer mit einem Datenspezialisten, namens Luka Hammer, eine Auswertung gemacht von Facebook, von der politischen Debatte, also die Parteien. Und wir sahen, dass eigentlich nur eine Minderheit der Kommentierenden -die den Großteil aller Postings schrieb- also, ungefähr war es so: Ein Viertel der User, die Kommentare schreiben, schrieb dreiviertel der Postings. Und da sieht man, das ist eine Minderheit, die am meisten postet. Und ich glaube wir lassen uns von solchen Zahlen oft beeindrucken und übersehen, dass das nicht Alle sind die wir im Netz antreffen, das ist ein kleiner Teil. Und ich glaub man kann solche Zahlen auch überschätzen, weil man sagt dann Das ist die Meinung des Volkes, oder So sehen das die Leute. Aber ich glaube im Netz, da sind nicht immer die Leute, das ist halt nur ein kleiner Ausschnitt der Bevölkerung. Ich denke mir da manchmal, ich lasse mich von solchen Zahlen gar nicht zu sehr irritieren oder ich blende das manchmal ein bisschen aus, weil man sich auch ein bisschen verrückt machen lassen kann wenn man immer nur auf die Zahlen im Netz achtet.

Vielleicht jetzt eine einfache Frage: Können Hashtags etwas bewirken?

Einfach finde ich diese Frage nicht. Also vielleicht ganz kurz: Hashtags wie #metoo, wo Sexismus angeprangert wird, oder neulich gab’s auch Hashtag #unten, wo’s um Armut geht und um das Leben in Armut. Ich glaube, dass diese Hashtags sowohl überschätzt als auch unterschätzt werden können. Das heißt überschätzt in der Hinsicht, dass ein Hashtag natürlich nicht die Welt ändert. Es wäre falsch zu sagen Jetzt gibt’s #metoo und wir haben das Problem des Sexismus damit jetzt gelöst. Ich glaub, so radikal würde das eh niemand formulieren, aber es gibt eine große Erwartungshaltung. Und sie werden aber auch unterschätzt, weil’s dann oft heißt Ah, is ja nur ein Hashtag – was bringt das schon? Ich glaube aber schon, dass sie eine gewisse Macht haben, weil Hashtags eine Stimme geben. Und wir haben ja eingangs darüber geredet, wie würde das Internet aussehen, oder wie würde die Welt ohne Internet aussehen – Und ich glaube auch, es gäbe vielleicht manchmal weniger Wut, manchmal weniger Aufreger-Themen, aber es gäbe auch weniger Stimmen insgesamt. Und Hashtags zeigen, dass Menschen eine Stimme bekommen können, die früher weniger wahrgenommen worden ist. Sexismus gibt’s immer schon, aber jetzt ist es leichter für Betroffene, das gemeinsam anzuprangern oder sich auch zu finden. Und das ist diese Macht, dass wir einzelne Themen stärker in den Fokus rücken können, die vielleicht früher nicht so lange wahrgenommen worden wären. Nur ein letzter Gedanke dazu: Natürlich ist es so, dass Zeitungen dann ab und zu Artikel über Sexismus schreiben. Nur, die Woche danach heißt es Na, mach ma net noch an Artikel, haben wir eh letzte Woche gehabt. Bei Hashtags ist das egal, da geht’s nicht darum ob man schon darüber geredet hat, solche Hashtags können über längere Zeit hinweg eine Debatte am Kochen behalten, gerade #metoo ist das offensichtlichste Beispiel. Also ein bisschen Macht haben diese Hashtags glaube ich schon.

Sie sind die digitale Botschafterin des Landes. Eine letzte Frage: Was heißt Digitalisierung?

Genau, ich bin ein Digital Champion -im Deutschen wird es auch Digitale Botschafterin genannt. Was heißt Digitalisierung für mich? Ich glaube, wir befinden uns in einer ganz spannenden Phase der Menschheitsgeschichte. Wo jede Sparte, jeder menschliche Ablauf -so erlebe ich’s grad- mit digitalisiert wird. Also von der Frage Wo bestell ich mein Essen? Wo krieg ich das Katzenfutter her? Bis hin zur Frage Wo finde ich meinen Partner? Wie funktioniert Dating? Was weiß ich. Also das heißt, alle Lebensbereiche werden so eine Spur digitalisiert/verändert. Und ich glaube, als Digitale Botschafterin sehe ich die Digitalisierung auch als Herausforderung, dass wir als Gesellschaft darüber reden Was fänden wir denn eine gute Lösung? Weil ich glaube, es gibt nicht die eine Art der Digitalisierung, es gibt immer unterschiedliche Ausprägungen. Und Digitalisierung sollte heißen, dass wir als Gesellschaft darüber reden welches Internet und welche Gesellschaft wir wollen.

Autorin

Dr. Margarita Misheva

Online Podium

Dr. Margarita MishevaTechnical Manager, Online Podium
medien beratung und entwicklung

arbeitet mit selbstständigen Dienstleistern,
die gerne digitale Unternehmungen tätigen wollen.

Digitalisierung von Texten

Digitalisierung von Texten

Digitalisierung von Texten: Wo liegt Ihr persönliches Umsatzlimit?

Spätestens wenn ein Einzelunternehmer am Ende seiner Zeit angekommen ist, kommt er auch an seinem Umsatzlimit an.

Das ist eine Herausforderung, die wenigen EPUs überhaupt bewusst sind.

Denn: Solange wir noch alles selber machen, tauschen wir unsere Zeit gegen Geld.

Und Zeit ist definitiv begrenzt.

Es gibt viele Ansätze, das Dilemma zu lösen.

In diesem Artikel lade ich Sie ein, die Lösung in Form Ihres persönlichen Text-Konzeptes kennenzulernen.

Der Sprung vom EPU zum Unternehmer

Da wir aus unserem 24 Stunden Tag, – an dem wir auch noch etwas schlafen möchten -, nicht noch mehr Stunden herauswringen können, macht es Sinn, gewisse Abläufe im Unternehmen zu digitalisieren.

Durch die Digitalisierung entstehen zeitliche Freiräume.

Doch mit dem Voranschreiten des unternehmerischen Erfolges wird die Zeit erneut knapp. Bis – letztendlich – der nächste Wachstumsschritt ansteht.

Bald wird zusätzlich Unterstützung in Form eines Menschens gebraucht. Das bedeutet, dass ich mich und mein Unternehmen öffnen muss. Vom EPU in eine Gesellschaftsform gehen darf. Das alles bedingt eine Änderung meines Mindsets, meiner Bequemlichkeit und meiner Ängste.

So pendeln wir Unternehmer immer zwischen zwei Grenzen. Der, die wir gerade überschritten haben und der, die wir bald wieder am Horizont erkennen.

Überleben können wir nur, wenn wir vorsorgen.

Digitalisierung ist demnach wieder nicht das goldene Kalb – kommt dem aber schon recht nahe. 😉

Das Problem

Solange ich alleine mit meiner Arbeitskraft alle Arbeiten mache, werde ich über ein gewisses Umsatzlevel nicht hinauskommen.

Digitalisierung bringt Freiräume

Durch die Digitalisierung lassen sich viele Abläufe automatisieren. Und damit einige Zeit sparen.

Da ich immer Vorreiterin für neue Systeme bin, entwickelte ich die Digitalisierung von individuellen Unternehmenstexten, die ich „Text-Konzept nenne: EPUs digitalisieren ihre Texte und sparen danach beim Texten einiges an Zeit und Geld.

Text-Konzept – das Digitalisieren von Texten

Der Trend zu Software, die uns fertige Texte auswerfen, schreitet voran.

Doch ich bin der Meinung, dass ein Computerprogramm noch nicht so authentisch und emotional schreiben kann, wie wir es selber tun können.

Dennoch können wir bestimmte Textfragmente und wiederkehrende Phrasen und Passagen digitalisieren, um bei ihrem Einsatz Zeit zu sparen.

Das Prinzip dahinter ist nicht neu. Große Unternehmen arbeiten schon lange mit einer Text-CI.

Mit einer Textdatenbank wird ausgeschlossen, dass jeder – unbewusst – seinen eigenen Schreibstil einfließen lässt. Damit wird sichergestellt, dass Wert und Aussagekraft der Marke durch die Text-CI des Unternehmens erhalten bleiben.

Selber ein Text-Konzept erstellen

Eine solche Textdatenbank bringt aber nicht nur eine Sicherstellung Ihrer persönlichen Marke sondern auch Zeitersparnis. Denn auch wenn Sie selber Texte erstellen, mit der Textdatenbank vergessen Sie in der Eile nicht mehr auf wichtige Phrasen oder übersehen Werte einzufügen, die Ihr Unternehmen ausmachen.

Viele Passagen kommen immer wieder vor. Wenn Sie einen bestimmten Satz immer wieder als Handlungsaufforderung verwenden, wird er Ihr persönliches Wiedererkennungsmal.

Natürlich braucht die Erzeugung einer solchen Textdatenbank einiges an Zeit. Auch das die Auswahl einer Datenbank und deren Nutzung zu erlernen braucht seine Zeit.

Aber letztendlich werden sich die Bereitstellung und Nutzung eines individuellen Text-Konzeptes und eine Textdatenbank bald amortisiert haben.

Die Erstellung eines Text-Konzeptes beinhaltet:

  • Erkennung Ihres persönlichen Ziels
  • Definition Ihrer Werte
  • Lösungsstärke (Angebot) Ihres Unternehmens
  • Definition Ihres Wunschkunden
  • Probleme und Emotionen Ihres Wunschkunden zu Beginn und
  • Emotionen und Ausblicke am Ende seiner Customer Journey

Aus diesen „Bausteine“ werden die

  • Textfragmente,
  • Slogans,
  • Handlungsaufforderungen,
  • Angebote,
  • Posts,
  • SEO …
  • und vieles mehr

erzeugt, erfasst und digital bereitgestellt.

Fazit

Letztendlich lässt sich mit einem individuellen, digitalisierten Text-Konzept einiges an Zeit sparen.

Doch ich empfehle, Ihre eigene Geschäftsentwicklung vorauszuplanen, um so zu erkennen, wenn sich neue Grenzen in Form von Leistungsfähigkeit und Zeit am Horizont ankündigen.

Dann ist wirklich ein Mitarbeiter nötig. Allerdings sparen Sie mit einem bestehenden Text-Konzept bei der Einschulung von Mitarbeitern erneut Zeit und Geld.

Autorin

Eva Laspas

Akademie Schreiben lernen

Eva LapasEva Laspas (Expertin für Text-Konzepte & schriftliche Kommunikation) begleitet mit ihrer Werbeagentur EPU und Unternehmen zu individuellen Text-Konzepten und unterstützt bei deren Umsetzung in die Praxis. Als Leiterin der Akademie Schreiben lernen setzt sie ihr langjähriges Know-how aus Text, SEO und Online-Marketing in Selbstlern-Ausbildungen und -Kursen auf Basis der Maria Montessori für Erwachsenenbildung um.

Der gordische Knoten der digitalen Sichtbarkeit

Der gordische Knoten der digitalen Sichtbarkeit

Mit einer klugen Online-Strategie die Chancen der Digitalisierung nutzen

Das Internet und die sozialen Medien bieten große Chancen, die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Noch nie war es so einfach, das eigene Unternehmen ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu stellen. Ein Foto ist schnell gepostet, ein Blogbeitrag verhältnismäßig einfach produziert und selbst für ein Video reichen heute ein Handy und eine gute Idee.

Doch bei der Vielzahl an Kanälen und Möglichkeiten der Digitalisierung stellt sich gerade für kleine Unternehmen die Frage: Wie kann ich die Chancen nutzen, ohne mich total zu verzetteln?

Der „Gordische Knoten der digitalen Sichtbarkeit“ ist Symbol für diese Problemstellung, die es zu lösen gilt.

Dazu empfehle ich die folgenden Schritte:

Planen – Dorthin geht die Reise

Eine gute Digitalstrategie beginnt mit der Planung. Ich vergleiche das mit einer Reise. Da fährt man ja auch nicht einfach los, sondern überlegt sehr genau:

  • Wohin soll die Reise gehen? = Ziel
  • Wann will ich die Reise starten, wie lange soll sie dauern? = Zeitrahmen
  • Welche Mittel benötige ich dafür? = Ressourcen

Wenn das geklärt ist, geht es zum nächsten Schritt:

Beladen – Das nehme ich mit

Jetzt gilt es, die Koffer zu packen. Für die Digitalstrategie bedeutet dies: Welche Inhalte, welchen Content will ich kommunizieren?

Ganz wichtig ist hier: Es geht nicht darum, mich und mein Unternehmen marktschreierisch in den Vordergrund zu stellen. Wichtig ist, Content zu schaffen, der meine Zielpersonen interessiert und für sie nutzenstiftend ist.

Ich spreche hier ganz bewusst von Zielpersonen, nicht von Zielgruppen. Denn: Eine Zielgruppe ist eine recht anonyme Masse. Eine Zielperson dagegen, im Fachjargon: Persona, ist ein Individuum. Sie/er ist ein Prototyp für jene Kunden, die ich ansprechen möchte. Geben Sie Ihrer Persona einen Namen und überlegen Sie sich ganz genau, was sie interessiert. Daraus erstellen Sie Ihren Content.

Starten – Die eigene Website zuerst

In der digitalen Welt geht es darum, dass Sie mit Ihren Angeboten im großen Online-Meer gefunden werden. Das gelingt am besten, wenn Sie die eigene Website aktuell halten und dort nützliche Inhalte bieten.

Ein gutes Mittel, um eine Website relevant und aktuell zu halten, ist der Blog. Hier können Sie Ihre Expertise sichtbar machen und mit eigenen, authentischen Inhalten bei Ihren Zielkunden punkten.

Signale senden – Die richtigen Kanäle wählen

Nützliche Inhalte sorgen dafür, dass Sie mit Ihrer Website im Google-Ranking nach vorn kommen. Sie können aber auch aktiv Signale senden, indem Sie Ihre Inhalte über die sozialen Medien verbreiten.

Hier gilt: Starten Sie zunächst mit einem Kanal, nicht gleich mit mehreren auf einmal. Denn die Betreuung eines Social Media-Kanals kostet Zeit. Hier geht es neben Inhalten auch darum, mit Ihren Nutzern zu kommunizieren. Dazu benötigen Sie Ressourcen, die gilt es, einzuplanen (#Planen).

Daher: Senden Sie zunächst dort die Signale, wo Sie Ihre Zielpersonen vermutlich am besten erreichen. Wenn das auf Facebook ist, dann posten Sie dort, unabhängig davon, ob gerade Instagram, Snapchat oder was auch immer im Trend ist. Zögern Sie andererseits nicht, den Kanal zu wechseln, wenn Sie Ihre Zielkunden woanders besser erreichen.

Entscheidend ist, dass Sie – gerade dann, wenn Ihre Ressourcen begrenzt sind – Ihre Kräfte bündeln und sich auf einen oder maximal zwei Social Media-Kanäle konzentrieren.

Fazit – Finden, Fesseln, Erinnern

Um den gordischen Knoten der digitalen Sichtbarkeit zu lösen, bedarf es einer klugen Online-Strategie. Damit sorgen Sie für drei wesentliche Erfolgsfaktoren, nämlich

  • dass Ihre Kunden Sie finden,
  • dass es Ihnen gelingt, mit Ihrem Angebot zu fesseln und zu begeistern,
  • und dass man sich an Sie erinnert, nämlich dann, wenn die Kaufentscheidung getroffen wird.

Autorin

Dr. Sigrid Neureiter

Medien- und Kommunikationsfachfrau

Sigrid Neureiter Dr. Sigrid Neureiter ist Medien- und Kommunikationsfachfrau.
Mit ihrer PR-Agentur begleitet sie Unternehmen, Organisationen und EPU bei deren Positionierung in der Öffentlichkeit. Sie hilft dabei, die Sichtbarkeit analog und digital zu erhöhen.
Ihre Praxiserfahrung und ihr Know-how gibt Sigrid Neureiter auch in Vorträgen und Workshops weiter.

Erfolgreicher durch Authentizität

Erfolgreicher durch Authentizität

Im Online-Business hört man so viele Punkte, die man doch tun sollte.

Blog-Artikel, Webinare, Newsletter-Listen aufbauen, Social-Media, Content produzieren usw.
Doch macht uns das wirklich erfolgreicher?

Aus meiner persönlichen Erfahrung und in der mit meinen KlientInnen habe ich gelernt, dass es einen Punkt der dem ganzen zuvor kommen sollte. Nämlich der SPASS!

Mach das, was dir echt Spass macht. Dort fang an. Denn dann bleibst du auch dran. So schaffst du es, konsequent die Dinge umzusetzen, weil es – ja genau – Spass macht ;-).

Schau dir auch an, welche Bereiche du so auf deiner To-Do-Liste stehen hast. Such dir den aus, der dir am leichtesten von der Hand geht.

Wenn du z.B. Freude daran hast, Webinare abzuhalten, dann werden deine zukünftigen KundInnen das spüren und genau das macht dich interessant für sie. Geld folgt der Freude.

Den nächsten den du austricksen kannst ist dein innerer Schweinehund. Ich glaube den kennen wir alle. Wenn du aber etwas zu tun hast, das dir Freude bereitet, dann kann dein „inneres Haustier“ noch so laut bellen – du kannst ihn viel leichter ignorieren.

Stell dir mal folgendes vor:

Du suchst jemanden der dir helfen soll ein Problem von dir zu lösen. Zu wem würdest du lieber gehen. Jemand der Freude daran hat, dich zu unterstützen, oder zu jemanden der einfach halt seinen Job macht, weil er halt muss.

Mir ist die erste Variante lieber und dir?

Jetzt wünsche ich dir viel Spass beim Herausfinden, was dir denn Spass macht.

Autorin

Manuela Weiss, MBA

Integraler Business- und Life-Coach

Manuela WeissFrau Manuela Weiss, MBA, arbeitet seit vielen Jahren erfolgreich mit Menschen aus unterschiedlichsten Bereichen im Bereich Stressmanagement. Ihren MBA hat sie im Bereich „Soziales Management“ absolviert. Der Kern ihrer Arbeit besteht darin, dass sie ihre KlientInnen dabei unterstützt ihr Mindset zu verbessern, die eigenen Emotionen in Balance halten zu können und dann auch danach zu handeln – in der Art und Weise, wie es für die KlientInnen Sinn macht. So ist nachhaltige Veränderung in allen Lebensbereichen möglich.

Digitalität als Kontinuität

Digitalität als Kontinuität

Globalisierung und Digitalisierung haben in den letzten Jahrzehnten zu erheblichen Veränderungen geführt

Digitale Trends: Digitalisierung beschleunigt Unternehmer in die Zukunft

Die Ära sich digitalisierender Geschäftsmodelle zwingt Unternehmen zur Metamorphose: wiederholtes Erfinden der eigenen Wertschöpfung und Organisation mit ihrem Marketing. Die Abfolge dieser Neuerfindungen wird schneller – bis Wertschöpfung als stete Selbstwandlung des Unternehmens erscheint.

Globalisieren und Digitalisieren führten in vergangenen Jahrzehnten zu deutlichen Veränderungen menschlicher Lebensformen. Insbesondere forciert Globalisieren Digitalisieren – und umgekehrt. Diese beiden allgegenwärtigen Entwicklungen verstärken sich also gegenseitig. So verschmelzen sie zum alles durchdringenden Paradigma der Zukunft – für Unternehmer. B2B schreibt sich damit neu: unabhängiger von Raum und Zeit per Informationstransfer und Produktion vor Ort, etwa als 3-D-Ausdruck von Gütern – künftig womöglich speziell als sich selbst druckende Drucker.

Digitalisierung: sich verstärkende Entwicklung per Internet

Digitalisierung wandelt analoge Phänomene in ihre digitalen Darstellungen. Insgesamt erscheint Digitalisieren von Information als nachhaltige Reformation der analogen Welt. Damit ändert sich der Alltag der Menschheit rapide. Allerdings ermöglicht die erhebliche Anpassungsfähigkeit des menschlichen Gehirns eine bisher einigermaßen sanfte Transition. Zugleich verfeinert der Mensch digitale Technologien, die Globalisierung beschleunigen: Das weltweite Internet lässt Maschinen Wissen global austauschen.

Mithin nutzen unternehmerische Wissensdienstleister diesen digitalen Wandel: Sie setzen ihr Wissen per Internet in mehr Geld um, indem sie größere Zielgruppen erreichen. Dadurch multipliziert sich der Return of Investment bzw. Leistung: Zeiteinsatz ergibt eine Mehrfaches des Geldes früherer Zeiten – Zeit ist mehr Geld.

Beständiger digitaler Wandel

Digitalisieren als globaler Wandel bleibt bestehen, weil das Management der Ströme aus Information, Energie und Materie bereits stark digitalisiert ist. Die rasche Wandlung von der analogen zur digitalen Verwaltung menschlicher Existenz lässt viele Beobachter auch von der „digitalen Revolution“ sprechen – als Nachfolgerin der industriellen.

Letztlich bleiben komplett digitale Unternehmen mit ausschließlich datengetriebenen Abläufen im Markt. Software erledigt oder empfiehlt Arbeitsschritte nach Mustern vergangener Jahre. Zugleich fließen langfristige Wirtschaftsbedingungen sowie kurzlebige Markttrends ein.

Den Wettbewerb entscheidet dabei wie immer Kreativität – die des Menschen und zunehmend die von sich selbst entwickelndem maschinellen Lernen. Hier bleibt die Frage: Wann schaut uns eine Kamera das erste Mal an – oder tat sie dies schon?

Fazit: Digitalität als Kontinuität

Langlebiges Digitalisieren ändert menschliche Lebensweisen nachhaltig, speziell per Beschleunigung der Globalisierung. Insbesondere fließt weltweites Wissen im Internet. So wandeln Unternehmer als Wissensdienstleister ihr Know-how in erhebliche Gewinne – dank der wachenden erreichbaren Zielgruppen. Insgesamt entstehen digitale Trends grundlegender Größen wie Zeit und Geld, beispielsweise Kryptowährungen und Automatisierung.

Autorin

Dr. Margarita Misheva

Online Podium

Dr. Margarita MishevaTechnical Manager, Online Podium
medien beratung und entwicklung

Die digitalen Herausforderungen sind Teil meiner Arbeit. Ständige Weiterentwicklung und Anpassung (Agilität) mit gesundem nachhaltigen kreativen Denken bilden für mich eine schlüssige Unternehmungsentwicklung.

Videomarketing: Nur ein kurzzeitiger Trend?

Videomarketing: Nur ein kurzzeitiger Trend?

Sind Videos nur ein kurzzeitiger Trend?

Sind Videos nur ein kurzzeitiger Trend?

Videomarketing hat in den letzten Jahren deutlich an Zuspruch gewonnen. Immer mehr B2B- und B2C-Firmen setzen auf Produkt-, Erklärvideos und Live-Streams. Riesige Online-Shops kaufen sich teilweise YouTuber, damit diese Videos für die Firma produzieren. Als Beispiel ist hier der Online-Shop Eis.de zu nennen. Dieser kaufte den YouTube-Kanal 61MinutenSex auf, damit er nur noch Videos für das Unternehmen produziert.

Solche Einkäufe sind keine Seltenheit. Allerdings haben es B2B-Unternehmen diesbezüglich etwas schwieriger. Aber auch hier gibt es entsprechende Lösungen: Erklärvideos, um erklärungsbedürftige Dienstleistungen und Produkte in kürzester Zeit zu erklären. Allerdings ist die Produktion eines solchen Erklärvideos nicht günstig. Lohnt es sich oder ist es doch nur ein kurzzeitiger Trend?

Studien, Umfragen und Praxiserfahrung: Videomarketing mit Erklärvideos

Anfangs soll die Hypothese aufgestellt werden, dass Video die Zukunft des Online Marketing ist. Das befürworten auch viele Studien von großen, etablierten Konzernen. Beispielsweise hat Cisco einen Visual Networking Index aufgestellt. Cisco geht davon aus, dass im Jahr 2020 etwa 82% des Traffics eines Internetverbrauchers auf Videos zurückzuführen.

Diese Vermutung kann jedermann unterstützen, wenn man sich nur einmal in den gängigen Plattformen umschaut. YouTube – eine Plattform für Videos – ist inzwischen die zweitgrößte Suchmaschine neben Google weltweit. Auf Facebook und Instagram dominieren Videos. Dies können Erklärvideos sein, aber ebenso witzige Kurzvideos sowie Interviews.

Schließlich kommt Video deutlich besser an und das haben nun auch die ersten Unternehmen bemerkt. Wir Menschen werden immer fauler. Lange Texte lesen wir nicht gerne. Zudem ist das Lesen auf dem Bildschirm auch deutlich anstrengender für das menschliche Auge. Deswegen konsumieren wir lieber Videos.

Dazu kommt, dass uns Videos anders binden und fesseln, als es Texte tun können. Schließlich kann, beispielsweise, ein Erklärvideo unterhalten und zugleich informieren. Auch hierzu gibt es eine interessante Studie. Diese hat ergeben, dass ein Bild etwa 1.000 Wörter in unserem Kopf erzeugt. Schaut man sich nur eine Minute lang ein Video an, werden gleich 1,8 Millionen Wörter erzeugt. Hier geht’s zur Studie.

Warum sind Videos so stark?

Videos erzeugen eine Bindung und sprechen dadurch die Emotionen an.

Videos erzeugen eine Bindung und sprechen dadurch die Emotionen an.

Nun stellt sich die logische Frage, warum Videos so stark sind. Einen Ansatz liefert Marketing-Soziologe Gerald Zaltman. Denn durch die Kombination aus Audio und Bild kann der Mensch komplexe Sachverhalte in kürzester Zeit verstehen. Auf diesen Aspekt bauen die ganzen Erklärvideos auf, die nicht immer werblich sind, sondern manchmal auch nur Mathematik aus der Universität erklären.

Des Weiteren erzeugen Videos Emotionen. Durch Storytelling kann eine Bindung zum Hauptdarsteller aufgebaut werden. Man findet sich in seiner verzwickten Lage wieder. Ein Video, das zeigt, wie der Hauptdarsteller das Problem löst, regt auch uns dazu an, das Problem so zu lösen. Denn laut dem Marketing-Soziologen treffen wir etwa 95% unserer Kaufentscheidungen basierend auf unseren Emotionen.

Was können Videos noch, außer verkaufen?

Verkaufen ist für Werbetreibende sehr interessant. Allerdings gibt es noch viele weitere Vorteile der Videos. Zum einen bewirken Videos, dass sich der Zuschauer länger an diese erinnert. Studien haben ergeben, dass das Video etwa bis zu 72 Stunden in Erinnerung bleibt. Ein Text schafft gerade einmal 10 Stunden.

Durch Videos den Umsatz steigern.

Durch Videos den Umsatz steigern.

Ferner sind die jetzigen Internetuser sehr lesefaul geworden. Lieber schauen sie sich ein 10-minütiges Video an, als dass sie einen längeren Text lesen. Dadurch kann auch die Verweildauer auf Ihrer Webseite gesteigert werden. Dadurch können Sie den Zuschauer eher für Ihr Angebot, Ihre Marke und Ihr Unternehmen sensibilisieren und eine Bindung aufbauen.

Was sagen Zahlen aus dem Jahr 2018?

Hubspot, der wohl größte Anbieter im Bereich Inbound Marketing, hat auch aktuelle Zahlen veröffentlicht. Diese bestätigen die These, die wir anfangs aufgestellt hatten. Denn inzwischen nutzen etwa 81% aller Unternehmen Videos als Marketing-Tool. Nur 1% der Unternehmen, die bereits Videos nutzen, wollen im nächsten Jahr darauf verzichten.

Mehr als die Hälfte der Firmen, die noch kein Video nutzen, wollen nächstes Jahr damit beginnen. Des Weiteren wurden einige Marketer befragt, inwiefern und wo Video geholfen hat. 97% sagten, dass diese durch ein Erklärvideo ein besseres Verständnis für das Produkt oder die Dienstleistung erzeugen konnten.

76% gaben an, dass dadurch mehr verkauft wurde. Dazu kommt, dass 95% der Leute, die ein Erklärvideo schauten, sich im Nachhinein noch mehr mit der Dienstleistung oder dem Produkt beschäftigten.

Fazit: Ist es nur ein kurzzeitiger Trend?

Es wird immer einfacher, selbst Videos zu erstellen.

Es wird immer einfacher, selbst Videos zu erstellen.

Die Frage kann mit einem klaren „Nein“ beantwortet werden. Videos haben sich inzwischen fest etabliert und werden mit der Zeit auch immer wichtiger werden. Konsumenten bestätigen diese Annahme ebenfalls. Bei einem Test wurde auf einer Webseite ein Video und der dazugehörige Text angeboten. Etwa 72% entschieden sich für das Video.

Dieser Trend wird nicht abflachen. Smartphones werden mobile Kinos. Internetverbindungen werden immer besser. Es wird immer leichter, Videos zu erstellen und zu veröffentlichen. All das spricht dafür, dass Videos nun ein fester Bestandteil des Online-Marketing-Mix werden sollten.

Autor

Leonard Brahm

Brahm SEO Consulting

Leonard BrahmLeonard Brahm ist Gründer und Inhaber der Brahm SEO Consulting. Er setzt sich neben dem klassischen SEO mit aktuellen Online-Marketing-Trends und -Strategien auseinander.