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Im Januar 2010 eröffnete ich mein XING-Konto, damals meine erste Plattform, auf der ich im Bereich beruflicher Inhalte in den sozialen Medien präsent war. In diesem Jahr hatte ich meine Dissertation abgeschlossen und die ersten Schritte in die Selbstständigkeit im Bereich IT-Dienstleistungen unternommen, während ich gleichzeitig bei 1BC angestellt war. Zu dieser Zeit war XING für mich die natürliche Wahl, um mich mit Kolleg:innen und potenziellen Geschäftspartner:innen in meiner Region zu vernetzen. LinkedIn? Stand damals nicht einmal auf meiner Agenda. Doch im Laufe der Jahre verlagerte sich mein Fokus allmählich auf LinkedIn, und mein XING-Konto geriet zunehmend in den Hintergrund.

Ab 2017 wurde mein Besuch auf XING immer seltener – vielleicht nur einmal im Jahr. Die Stille in meinem Posteingang und das verstaubte Profil waren ein Weckruf. Es war an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen: Entweder ich pflege bewusst zwei Konten oder ich konzentriere mich voll und ganz auf LinkedIn.

LinkedIn bietet mir eine breitere Palette an Möglichkeiten. Hier finde ich eine lebendige Community, eine Fülle an Inhalten und Diskussionen, die mich inspirieren und weiterbringen. Es ist mehr als nur ein Netzwerk – es ist ein Ort des Lernens, des Austauschs und der beruflichen Entwicklung.

Beim Löschen meines XING-Kontos habe ich die verbliebenen Kontakte überprüft und sie auf LinkedIn übertragen. Überraschenderweise waren nicht alle diese Kontakte auf LinkedIn zu finden. Eine interessante Entdeckung war, dass viele meiner Kontakte auf XING veraltete Profilfotos aus dem Jahr 2010 hatten, was sie leicht erkennbar machte. Im Gegensatz dazu waren die Profilfotos auf LinkedIn alle aktuell. Unter diesen Kontakten befanden sich viele aus meiner Studienzeit in Kärnten sowie aus meinem WIFI-Immobilienverwaltungskurs von 2015. Es war schön, 3-4 nette Gespräche bei der Wiederherstellung der Verbindungen führen zu können.

Ein Moment der Erkenntnis: Meine beruflichen Netzwerke hatten sich verändert, und LinkedIn war der Mittelpunkt geworden. Das Löschen meines XING-Kontos war mehr als nur eine technische Entscheidung; es war ein strategischer Schritt. Es befreite mich von unnötigem Ballast und öffnete Raum für neue Möglichkeiten auf LinkedIn. Wie das Sprichwort sagt “weniger ist mehr”. Diese Weisheiten von Jahrhunderten kann uns eine Orientierung und helfe geben Handlungsanleitungen für Entscheidungen und Verhalten zu treffen.

Mein Übergang von XING zu LinkedIn verdeutlicht die Evolution beruflicher Netzwerke und die Notwendigkeit, sich anzupassen. Ich habe nicht das Internet gelöscht, sondern lediglich Daten minimiert und Platz geschaffen für neue Chancen, Diskussionen und Lernmöglichkeiten. LinkedIn ist für mich nicht nur eine Plattform, sondern eine Quelle der Inspiration und des Wachstums.

Zusammenfassung: In meinem Essay „Die Evolution beruflicher Netzwerke: XING gelöscht, LinkedIn im Fokus“ beschreibe ich meinen persönlichen Übergang von XING zu LinkedIn. Anfangs nutzte ich XING, um mich lokal zu vernetzen und berufliche Chancen in Österreich zu nutzen. Doch im Laufe der Zeit erkannte ich die vielfältigen Möglichkeiten und die lebhafte Community auf LinkedIn. Mit der Vernachlässigung meines XING-Kontos und dem zunehmenden Fokus auf LinkedIn entschied ich mich schließlich dazu, mein XING-Konto zu löschen. Diese Veränderung symbolisiert für mich die Evolution beruflicher Netzwerke und die Bedeutung, sich an neue Plattformen und Chancen anzupassen. LinkedIn betrachte ich nicht nur als eine Plattform, sondern als eine Quelle der Inspiration und des beruflichen Wachstums.

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Als Unternehmerin fungiere ich als #digitaleMutmacherin – kraftvoll und wirkungsvoll wie guter Espresso. Über das Online Podium entwickle ich digitale Auftritte und bereite Unternehmer:innen auf die digitale Transformation vor.

Meine Hingabe besteht darin, Unternehmer:innen zu ermutigen, den digitalen Wandel optimal für ihre Unternehmen zu gestalten.

In diesem Sinne: Bleib neugierig, sei mutig und erweitere kontinuierlich deine digitalen Kompetenzen.

Lass uns in den Dialog treten… mit digitalen Grüßen,

Margarita Misheva